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ALFIRK – Kollaborative Netzwerke zur Stärkung von Eltern mit Migrationshintergrund

Das Projekt ‘ALFIRK – Collaborative Networks for Migrant Parent Empowerment’ arbeitet zu der Bedeutung der Elternbeteiligung, insbesondere von Eltern mit Migrationshintergrund, an den schulischen und erzieherischen Prozessen um ihre Kinder, um dem häufigen Auftreten von Schulabbrüchen und Ungleichheit im Schulerfolg in europäischen Schulsystemen zu begegnen. Das Projekt strebte an, die vielen Barrieren für eine wachsende aktive Beteiligung der Eltern aus Migrantenfamilien durch die Entwicklung praktischer Verfahren und Methoden zu überwinden, die die aktive Beteiligung und die Vernetzung der Eltern aus Migrantenfamilien in den sechs am Projekt beteiligten Ländern stärkt.

ALFIRK wurde durch das SIRIUS Network – Policy Network on Migrant Education initiiert und durch eine Förderung der EU-Kommission über das Erasmus+ Programm ermöglicht; es baute auf der SIRIUS (2014) ‘Agenda on Migrant Education’ auf.

Eltern aus Migrantenfamilien beteiligen sich öfters weniger in Schulangelegenheiten und der schulischen Erziehung ihrer Kinder, während gleichzeitig die SchülerInnen aus Migrantenfamilien in ihrem Schulerfolg benachteiligt sind. Die Elternbeteiligung in schulischen und erzieherischen Angelegenheiten ist ein wichtiger Faktor für eine Steigerung des Schulerfolgs der Kinder. Zudem sind Eltern mit Migrationshintergrund häufig deutlich schlechter mit lokalen Unterstützungsstrukturen vernetzt und verfügen über weniger Informationen als Eltern ohne Migrationshintergrund. Eine Stärkung der elterlichen Vernetzung und ihrer Einbindung in lokale Strukturen ermöglicht eine bessere Beteiligung an der Erziehung ihrer Kinder.

Vor diesem Hintergrund bearbeitet ALFIRK die Barrieren für eine elterliche Einflussnahme und Teilhabe an den schulischen Erziehungsprozessen, insbesondere für Eltern aus Migrantenfamilien, durch folgende Ansätze:

  • die Untersuchung von typischen Mustern der Teilhabe von Migranteneltern, ihre Vernetzung unter den anderen Eltern, und die Barrieren für Teilhabe und aktive Einflussnahme in Fallstudien ansgewählter Schulen in sechs europäischen Ländern;
  • die Identifizierung von praktischen Verfahren und guten Beispielen für eine Einbindung und ein Empowerment von Migranteneltern, um Schulen dabei zu unterstützen, ihre Strategien für eine Beteiligung der Eltern aus Migrantenfamilien zur Unterstützung des Schulerfolgs ihrer Kinder zu stärken;
  • die Entwicklung von Online Tools, mit denen Eltern aus Migrantenfamilien einen niedrigschwelligen Zugang zu schulischen und erzieherischen Institutionen in EU-Staaten geboten werden kann, und mit denen sie sich mit anderen Eltern vernetzen und austauschen können.

Dies wurde durch drei Aktivitätsbereiche des Projekts umgesetzt:

1) Eine qualitative Studie zu den Erfahrungen von Eltern aus Migrantenfamilien.
2) Ein Toolkit für gute Praxis bei der Beteiligung von Migranteneltern in der schulischen Erziehung ihrer Kinder.
3) Eine Plattform zur aktiven Beteiligung der Eltern aus Migrantenfamilien.

Langfristig zielt ALFIRK darauf, die Eltern aus Migrantenfamilien in drei Bereichen zu stärken:
  • Die Ebene der Familie, auf der die Fähigkeit der Eltern berücksichtigt wird, die Angelegenheiten der Familie in ihrem sozialen Kontext zu bewältigen,
  • Die Ebene der Unterstützungssysteme, auf der berücksichtigt wird, inwieweit die Eltern befähigt sind, effektiv mit dem Schulsystem zusammen zu arbeiten,
  • Die Ebene der Gemeinschaft und der Politik, auf der berücksichtigt wird, inwieweit die Eltern ihre Interessen hinsichtlich verbesserter Unterstützung für Migrantenjugendlichen wahrnehmen können.

Der kooperative Ansatz des Projekts wird im Projektnamen aufgegriffen: "ALFIRK," bedeutet "die Schar." Die Laufzeit des Projekts war von September 2015 bis August 2018; es wurde durch das europäische forum für migrationsstudien – efms (Universität Bamberg) koordiniert. Partner waren Multi Kulti Collective (Bulgarien), Risbo (Niederlande), Leeds Beckett University (United Kingdom), Economic and Social Research Institute (Irland), die Universitat Autonoma de Barcelona (Spanien), und die Migration Policy Group (Belgien).

Publikationen:


Die alleinige Verantwortung für diese Publikationen tragen die Autoren. Die Europäische Union trägt keine Verantwortung für irgendeine Nutzung der Inhalte der Publikationen.


Förderung:
Europäische Kommission, Generaldirektion Bildung und Kultur, Erasmus+

Laufzeit:
September 2015 - September 2018

Bearbeiterin:
Claudia Köhler

© efms 2002 Diese Seite wurde zuletzt am 13.11.2018 geändert | betreut diese Seite