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Cities for Local Integration Policies (CLIP)Das efms entwickelte und führte als Koordinator ein mehrjähriges europäisch vergleichendes Projekt zu den Erfahrungen in der kommunalen Integrationspolitik durch, in dem 38 europäische Groß- und Mittelstädte aus 17 europäischen Ländern Erfahrungen mit konkreten Integrationsmaßnahmen in den Bereichen Wohnungspolitik, Diversity Management, Interkultureller und Interreligiöser Dialog, Arbeitsmarktförderung, Bildungsförderung und weiteren Schwerpunktthemen austauschten und diskutierten. Die Fachleute der kommunalen Verwaltungen wurden dabei durch die Mitarbeiter eines durch das efms koordinierten Wissenschaftlernetzwerkes (CLIP European Research Group) unterstützt, die die lokalen Experten unterstützten, berieten, und eine vergleichende Analyse auf europäische Ebene unter Berücksichtigung des aktuellen Forschungsstands durchführten.
Die Module mit einer Laufzeit von jeweils einem Jahr wurden auf der Eröffnungstagung und den jährlichen Abschlusstagungen, an denen die beteiligten Wissenschaftler und Vertreter aus Fachabteilungen und Kommunalpolitik der Städte teilnahmen, diskutiert. Die beteiligten Städte beschlossen die Themenschwerpunkte für das folgende Moduljahr. Für jedes Modul wurde durch die zuständige Forschungseinrichtung des CLIP-Netzwerks ein wissenschaftliches und methodologisches Concept Paper erarbeitet, das für die Vorbereitung der Feldforschungsaufenthalte und die Erstellung der der Fallstudien genutzt wurde. Alle beteiligten wissenschaftlichen Institutionen hatten umfassende Experise zur Integration von Migranten und zu kommunalen Studien in diesem Themenbereich.
Für jede teilnehmende Stadt wurde durch die Wissenschaftler des bearbeitenden Instituts eine etwa einwöchige Feldstudie vor Ort in der Stadt durchgeführt. Dafür wurden die Wissenschaftler durch die für die kommunale Integrationspolitik jeweils zuständige Verwaltungsabteilung unterstützt, indem ein Programm für den Forschungsaufenthalt mit persönlichen Interviews mit Fachleuten, Institutionen und Akteuren der Zivilgesellschaft in der Stadt vorbereitet wurde, und für das Forschungsmodul relevante Dokumente zusammengestellt wurden. Dieses Programm wurde durch die Wissenschaftler zur Vertiefung spezifischer Fragestellungen basierend auf den Rückmeldungen und Informationen aus den Interviews vertieft und erweitert. Der durch die Wissenschaftler erstellte Fallbericht zu der Stadt wurde in Absprache mit den zuständigen Kontaktpersonen aus der Stadtverwaltung überarbeitet, auf der jährlichen Zwischenkonferenz diskutiert und dann im CLIP-Netzwerk den Städten zur Verfügung gestellt. Der zusammenfassende Overview Report wurde vor der jährlichen Abschlusstagung jedes Moduls den Städten ausgehändigt und diente gemeinsam mit den Case Studies für die informierte Diskussion zwischen den kommunalen Fachleuten aus den Städten auf der mehrtägigen Tagung. Die Fallstudien hatten vor allem den Zweck, einen informierten Austausch direkt zwischen den beteiligten Städten vorzubereiten, die so die Möglichkeit hatten, sich direkt auf der Tagung zu den Erfahrungen und Möglichkeiten kommunaler Integrationtionspolitik anhand der konkreten Maßnahmen und Befunden auszutauschen. Ziel war unter anderem, eine direkte Zusammenarbeit der Städte mit Erfahrungsaustausch bei der Umsetzung und Einführung neuer Ansätze in ihrer Integrationspolitik zu ermöglichen. Das Projekt unterstützte die Fachmitarbeiter der Städte sowohl durch den organisiwerten Erfahrungsaustausch wie auch besonders durch eine Aufwertung und erhöten Sichtbarkeit ihrer Arbeit in der Kommunalpolitik. Aus dem Projekt resultierten eine Reihe von direkten Kooperationen und fortgeführtem Austausch von Erfahrungen und Know-How zwischen beteiligten Städten; zudem wurde die Projektarbeit durch NGO's genutzt, um auf nationaler und europäischer Ebene die Interessen der kommunalen Ebene bei den integrationspolitischen Herausforderungen zu vertreten.
Das Projekt wurde durch die European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions in Dublin (Stiftung der EU-Kommission) mit jährlich neuen thematischen Modulen zunächst bis 2010 gefördert. Die Projektbeteiligung der europäischen Städte in dem Netzwerk wurde durch EuroFound (Dublin) und die Stadt Stuttgart mit Unterstützung des Congres am Europarat und des CEMR vorbereitet und koordiniert. In dem Projekt wurden über die beteiligten Forschungsinstitute detaillierte Fallstudien der einzelnen Städte zu den konkreten Integrationsmaßnahmen durchgeführt und eine europäisch vergleichende Analyse der kommunalen Integrationspolitiken und -maßnahmen im Forschungsnetzwerk erarbeitet.
Teilnehmende Städte waren Amsterdam (NL), Arnsberg (DE), Antwerpen (BE), Athen (GR), Barcelona (ES), Bologna (IT), Breda (NL), Brescia (IT), Budapest (HU), Dublin (IE), Frankfurt (DE), Hospitalet (ES), Istanbul (TR), Izmir (TR), Kirklees (UK), Kopenhagen (DK), Liège (BE), Lissabon (PT), Stadt Luxemburg (LU), Marseille (FR), Malmö (SE), Mataro (ES), Newport (UK), Prag (CZ), Sefton (UK), Strasbourg (FR), Stuttgart (DE), Sundsval (SE), Tallinn (EE), Turku (FI), Valencia (S), Wien (AT), Zagreb (HR), Zeytinburnu (TR) und Zürich (CH). Das Städtenetzwerk wurde durch den Congress of Local and Regional Authorities am Europarat in Straßburg, EuroFound Dublin, die Stadt Stuttgart und den Council of European Municipalities and Regions in Brüssel koordiniert.
Die Institute des Forschungsnetzwerkes:
Institut für Stadt- und Regionalforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ISR), Wien,
Institute for Migration and Ethnic Studies (IMES), Universität Amsterdam,
Centre on Migration, Policy & Society (COMPAS), University of Oxford,
Forum Internazionale ed Europeo di Ricerche sull'Immigrazione (FIERI), Turin,
Centre for Migration Policy Research (CMPR), Swansea,
Institut des Sciences Humaines et Sociales, University of Liège,
University of Wrozlaw, Advancing Alternative Migration Governance und
efms Bamberg (Koordinator).
Förderung: European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions
Abschluss: 2010
Bearbeiter: Wolfgang Bosswick (Projektleitung als Research Director), Doris Lüken-Klaßen, Franziska Pohl
Veröffentlichungen und im Projekt erarbeitete Fallstudien in Zusammenarbeit mit den beteiligten Städten:
Grundlagenpapiere
Bosswick, Wolfgang; Heckmann, Friedrich: Integration of immigrants: Contribution of local and regional authorities. Dublin 2006
Borkert, Maren; Bosswick, Wolfgang; Heckmann, Friedrich; Lüken-Klaßen, Doris: Local integration policies for migrants in Europe. Luxemburg 2007
CLIP Fallstudien in Partnerstädten nach Modul und Forschungsinstitut (Farbe)
Beteiligte Forschungsinstitute und Forscher
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